no comment – Der WILLI-Kommentar

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Der noComment-Kommentar
Die Datenschutzgrundverordnung.
Die Schwester des Mindestlohnes.
Die Frau nur noch ein * Und mich könnt ihr mal.


Liebe Urlauber, die ihr eure netten Bilder schickt. So geht das nicht. Ihr müsst das Formular mit der Einverständniserklärung mitschicken. Also ihr müsst dem freiwillig mit der Bitte um Veröffentlichung, geschickten Foto von eurem Kegelausflug das Formular mit dem Text der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) unterschrieben mitschicken.

Also das Foto, das ihr in WILLI, Landfunker und im Fernsehen sehen wollt, können wir nur veröffentlichen wenn ihr eben dieses Formular beifügt. Ansonsten könnten wir nämlich die Fotos an einen anderen geben (z.B. einem Kegelbahnvermieter), der euch dann anschreibt und fragt, ob ihr nicht lieber bei ihm spielen wollt. Sieben von euch fänden das vermutlich sogar ganz gut, weil eure Kegelbahn schwächelt, aber eine sieht sich darin vielleicht ihr Selbstbestimmungsrecht beeinträchtigt, ihre sexuelle Identität berührt oder will einfach nicht, dass sie von dem blöden Kegelbahnbesitzer Post bekommt.

Um euch nun in die Lage zu versetzen, dass euer Urlaub weiterhin in WILLI nachgefeiert wird, also künftig die o.a. DSGVO-Formulare mitführen und zusammen mit WILLI ins Bild halten (Unterschriften gut leserlich). Alternativ könnt ihr auch diejenigen, die nicht unterschrieben haben nennen; die bekommen dann einen Balken übers Gesicht.
Hey Urlauberinnen. Wehrt euch doch. Schreibt an die Politiker. Schreit auf.

Ach wo wir gerade dabei sind. WILLI Rätsel geht natürlich nicht mehr. Wir müssen eure Teilnahmekarten unter Aufsicht eines Datenschutzbeauftragten (DSB) vernichten und ein Protokoll führen. Und ihr müsst natürlich in der Teilnahmekarte die o.g. DSGVO Formular beifügen. Wisst ihr was: Die können mich alle mal. Bin ich Facebook?
Hey Rätselfüchse. Wehrt euch. Schreibt an euren Bundestagsabgeordneten.

Mal ehrlich, welcher Schwachomat hat uns das eingebrockt? Da gibt’s auf der Welt ein paar Verbrecher, die mit Daten Schindluder treiben und die 99% die nur Ihnen und uns Spaß machen wollen, bekommen einen vor den Latz.

Ich habe die Vermutung, dass die Großen die DSGVO erfunden haben; die bekommen den Aufwand nämlich auch in Zukunft hin. Aber wie sollen wir Würstchen zum Filmen und Fotografieren eine zweite Person mitnehmen, um Formulare unterschreiben zu lassen?

Ich habe ein Deja vu: Unter Frau Nahles´ Mindestlohn leiden noch immer die Schülerinnen, die ein Praktikum machen wollen, das länger als drei Monate geht. Die Abiturientin, die keinen Studienplatz bekommt und so gerne ihr Praktikum verlängern würde, auch für ein paar Euro bis es klappt mit dem Studien oder Ausbildungsplatz, müssen wir weg schicken … oder Mindestlohn zahlen: rund 2.000,00 mtl. für eine Schulpraktikantin.
Frau Nahles, Sie schaden den Schülerinnen!
Hey Schülerinnen, wehrt euch doch gegen das, was euch so schadet.

Ach wegen der /In. Jetzt steht ja der Genderstern * für die weibliche Form. Alles was nicht männlich ist, ist *. Oder so ähnlich. Nur sagen Sprachwissenschaftler, dass ein Student etwas anderes ist als ein Studierender. Die Bedeutung verändert sich. Es ist nicht damit getan, Namen auszutauschen. Mal abgesehen vom Aufwand und der Länge in Reden: hier verändert sich etwas fundamental.

Und die Frau kommt abhanden. In der Sprache nur noch ein *. Was hat das mit Wertschätzung zu tun? Und darum geht es doch.
Worte können Waffen sein. Übrigens nicht nur die von Frauen.

Die wählt Bruchsals Gastredner nun auch in Bruchsal ganz gezielt. Welche Geschichtsvergessenheit. Kaum auszuhalten. Und ich soll das filmen? Aber nur, wenn er das Formular unterschreibt.

Wisst ihr was: wir ergeben uns. Das ist nicht mehr meine Welt.


U. Konrad
Rat-hilf- und perspektivlos

Eingestellt am 30.05.2018



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