Gesundheit | Viel Arbeit für die DLRG an diesem Wochenende

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gelesen GesundheitMontag, 20. August 2012

130 Erste Hilfe Leistungen an den Seen im Stadt- und Landkreis

Viel Arbeit für die DLRG an diesem Wochenende

Bild zu  / Viel Arbeit für die DLRG an diesem Wochenende
Kreis Karlsruhe | Auf der Suche nach Abkühlung zog es an diesem Wochenende Tausende an die Baggerseen im Stadt- und Landkreis. Leider war dieses Vergnügen nicht ungetrübt. Die Lebensretter der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hatten allerhand zu tun. Rund 130 Erste Hilfe-Leistungen, wie Schnittwunden und Insektenstiche, mussten die DLRG-Sanitäter versorgen. Leider gab es aber auch größere Einsätze, bei denen ein Rettungswagen an die Seen ausrücken musste, um den Patienten ins Krankenhaus zu bringen. Dabei waren kreislaufbedingte Notfälle sowie Verletzungen die häufigsten Ursachen.


2 Tote zu beklagen


“Der Sonnenschein hat viele positive Wirkungen auf den Körper, was zu Wohlbefinden und gute Stimmung sorgt. Zuviel davon kann aber ins Gegenteil umschlagen, Leichtsinn und Selbstüberschätzung können im Wasser fatale Folgen haben”, so Timo Imhof der Leiter Einsatz der DLRG im Stadt- und Landkreis. Unvernünftige Badegäste werfen Glasflaschen einfach ins Wasser, wodurch es immer wieder zu Schnittwunden, besonders bei spielenden Kindern kommt. Mit den Einsatztauchern mussten die Lebensretter am Sonntag insgesamt vier Mal ausrücken und nach vermissten Personen zu suchen. Dabei kann Imhof auf Einsatzkräfte aus zehn Ortsgruppen im Stadt- und Landkreis zurückgreifen. Leider kam heute für eine Person jede Hilfe zu spät. Ein Mann, der im Neuburgweiherer Baggersee schwimmen war, konnte durch die Einsatztaucher der DLRG geborgen werden, aber die sofort eingeleiteten Wiederbelebungsversuche blieben leider ohne Erfolg. Auch ohne Erfolg blieb die Herzdruckmassage und Beatmung eines Badegastes in einem Freibad.


Wichtige Hinweise und Tipps


Erfreulich für die Lebensretter waren dann aber die drei weiteren Einsätze, bei denen die vermissten Personen unverletzt aufgefunden wurden. Die DLRG weist in diesem Zusammenhang auf die Baderegeln hin. Die Badegäste sollten nicht überhitzt ins Wasser gehen, da die Seen trotz hoher Lufttemperaturen immernoch relativ kalt sind. Dies führt häufig zu Unterkühlung und Krämpfen. Vor der Sonneneinstrahlung sollten besonders Kinder durch Kopfbedeckung und leichte Bekleidung der Arme und Beine geschützt werden. Die Rettungsschwimmer raten außerdem allen Sonnenhungrigen sich nicht lange ungeschützt der Sonne auszusetzen, da dadurch Sonnenstich, Hitzeschlag und Sonnenbrand riskiert werden. Ebenso kann der Sprung in das meist unbekannte Wasser zu schwerwiegenden Wirbelsäulenverletzungen führen.
(pm)

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