Politik & Wirtschaft | Bretten | Dunkelblaues Auge für Wolff, blutige Nase für Brettens Demokratie.

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gelesen Politik & WirtschaftMontag, 04. Dezember 2017

Elftausend Nichtwähler haben den OB gewählt.

Bretten | Dunkelblaues Auge für Wolff, blutige Nase für Brettens Demokratie.

Bild zu  / Bretten | Dunkelblaues Auge für Wolff, blutige Nase für Brettens Demokratie.
4.12.2017 | Da kann man nun lamentieren und sich wundern. Fakt ist, dass rund 11.000 Nichtwähler über Brettens Oberbürgermeister entschieden haben. Und das ist die wahre Niederlage. Nie konnte man besser sehen, dass es bei Wahlen auf jede Stimme ankommt. Jede! Wären nur ein Brettener und eine Brettenerin mehr zur Wahl gegangen schon wäre es vielleicht anders ausgegangen.

Ja, der Brettener Wolf und der Ruiter Ortschaftsrat Treut machten es am Ende unter sich aus. Aber da gab es noch einen Andreas Leiling, der mit rund 28% von außen gekommen ohne Verwaltungserfahrung ohne konkrete Aussage ohne exakte Kenntnis der Umstände auf ein solches Ergebnis kommt. Was ist denn da los? Müßig zu hinterfragen was gewesen wäre, wäre Leiling nicht mehr angetreten. Hätte, hätte, Fahrradkette.


Ihr Leute auf der Couch: Ihr habt euch verkalkuliert!


Knappe Entscheidungen sind mittlerweile keine Einzelfälle mehr und das „Durchwinken“ von Amtsinhabern längst nicht mehr die Regel. Oft hat man aber auch den Eindruck, man ist gerne „gegen alles“, weil die da oben… ja eh machen, was sie wollen. Auch „Nichtwählen“ passt in diese Kategorie des Protestes, wenngleich ich manchmal einfach Faulheit oder Teilnahmslosigkeit unterstelle. Die Wahlbeteiligung lässt zumindest vermuten, dass die Gegner stets besser zu mobilisieren sind. Ein bekanntes Phänomen. All denen, die am Sonntag auf der Couch geblieben sind, weil sie dachten, die einzelne Stimme falle nicht ins Gewicht wurde deutlich gemacht: ihr alle habt euch verkalkuliert: quod erat demonstrandum!

Man sollte aber mittlerweile wissen, dass Bürgermeister werden zunehmend leichter ist, als Bürgermeister bleiben. So sind in jedem Wahlkampf alle (Gegen)-Kandidaten „fein raus“ wenn sie lediglich in Wunden stochern müssen, während sich die jeweiligen Amtsinhaber in der Defensive sehen.


Ein Politiker, der nicht Everybodys Darling ist, muss nicht zwangsläufig alles falsch gemacht haben. Kann aber in Zukunft Vieles besser machen.


Aus dem knappen Ergebnis könnte man verschiedene Schlüsse ziehen.Einer wäre zu überlegen, ob in den vergangenen acht Jahren etwas nicht so gelaufen ist, wie es manche gerne gesehen hätten und deren Ursachen beim Amtsinhaber zu suchen sind. Ein anderer wäre, ob es sein könnte, dass Wolff nicht allen Wünschen nachgegeben hat und so nicht everybodys darling wurde, um den Preis am Wahltag von all denen abgestraft zu werden.

Dennoch. Gerade ein knapper Wahlsieg muss jedem Sieger auch Signal sein, einen breiten Konsens herzustellen. Nicht mit (Wahl)-geschenken, eher mit Überzeugungsarbeit, auch bei Entscheidungen, die nicht jedermann gefallen. „Angelegenheiten des Gemeinwesens durch verbindliche Entscheidungen regeln“, so beschreibt sich Politik. Nirgendwo steht, dass die immer allen gefallen. Da bleiben, so bitter es ist, auch in Zukunft manche Wünsche unerfüllt.

Der Brettener OB wird alles daran setzen die nächsten acht Jahre so „zu nutzen“ und sie nicht „herumzubringen“. Dann wird Bretten im ausgehenden Jubiläumsjahr durchstarten und die Wunden der Vergangenheit werden geheilt sein.

Kommentar von Ulrich Konrad, KraichgauTV





Unsere Bildeindrücke aus dem Brettener Rathaus




KraichgauTV sendete die entscheidende Stunde live über den KraichgauTV-Facebook-Kanal.
Knapp 4.000 Menschen waren dem Livestream gefolgt.




Die Spannung, die die beiden führenden Kandidaten auszuhalten hatten, grenzte schon fast an "Folter".




Während die "Schreibende Zunft" ihre Leser mit Twittern und Tickern versorgte, ...




... war KraichgauTV mit Moderator Ulrich Konrad für seine Zuschauer live dabei.




Das Bild des Abends: Gerade eben hat der Wahlleiter die Stimmenzahl verkündet. Der Sohn von OB Martin Wolff (ganz rechts) zeigt es mit den Fingern an: "2 Stimmen mehr!"
Martin Wolff selbst ballt die Siegerfaust, während Aaron Treuth sich wie paralysiert abwendet.

(Bilder: Petra Besenfelder, KraichgauTV)



(lfk)



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