no comment – Der WILLI-Kommentar

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Der noComment-Kommentar
Am Ende entscheidet der Mensch.
Oder weshalb Namen doch nicht Schall und Rauch sind.


Kennen Sie das, wenn man mit „normalen“ Mitteln nicht weiter kommt, obwohl man genau weiß, dass etwas schief läuft? Wenn man total hilflos ist und man mitmachen muss, weil das System es so verlangt?

Wenn man an der Lidl-Kasse nachrechnen muss, um sofort zu reklamieren, weil man sonst keinen Anspruch mehr hat. Wenn man das UPS-Paket sofort auf Vollständigkeit prüfen muss, weil sonst keine Chance auf Nachbesserung mehr besteht. Der Beipackzettel, der in Fünf-Punkt- Schriftgröße in Verbalinjurien erklärt, was kein Mensch mit durchschnittlicher Schulbildung versteht und am Ende schluckt, weil er denkt „wird schon schief gehen“. Wenn man am Eingang zum Vergnügungspark zustimmt, dass man mit dem Zutritt jedes Risiko auf sich nimmt. Wenn man auf einer Webseite bei einer endlosen Geschäftsbedingung „akzeptieren“ anklicken muss und sich damit ausgeliefert hat. Wenn man Versicherungsbedingungen akzeptiert, die man gar nicht verstanden hat und gleichzeitig noch unterschreiben muss, dass man es verstanden hat. Wie schön wäre es, wenn es so etwas wie Grundvertrauen geben würde. Den Handschlag. Das Wort. Vertrauen in eine Person, eine Sache, einen Vorgang.

Aber die moderne nicht zuletzt digitale Transparenz bringt Jäger und Gejagte immer enger zusammen. Die einen suchen die Schlupflöcher, die anderen versuchen sie zu stopfen. Und am Ende steht man sich ratlos vis a vis. Am besten vor Gericht. Wer hat denn nun Recht? Was ist das überhaupt? Recht?

Da werden Telefonverträge und Strom vertickert und Zeugs geliefert, das man nicht bestellt hat. Wenn man nicht reagiert gehört es einem. Man wird ohne eigenes Zutun zum Depp, weil man angeblich etwas bestellt habe. Legt man keinen Widerspruch ein, wird Unrecht zu Recht; durch Nichtstun.

Da bin ich doch immer wieder froh, wenn ich bei einem Händler des Vertrauens etwas kaufe, vermutlich teurer als im Internet, es ausprobieren kann und der mir hilft, wenn es nicht funktioniert. Der kommt, wenn es klemmt, es mir hinstellt und einrichtet. Und der sagt „bringe ses vobei, i guck denohch“. Ja, das gibt’s noch. Seine AGBs habe ich noch nie gelesen und noch nie gebraucht und wetten, dass ich sie nie brauche? Solche Geschäfte machen die Seele eines Geschäftes aus. Gutes Gefühl. Manchmal wichtiger als der beste Preis. Glauben Sie es mir.

Schnäppchen machen vielleicht reich. Ein gutes Gefühl macht glücklich.


U. Konrad
(glücklich)

Sehen Sie hier erfrischende AGBs:
Unsere Philosophie
Wir meinen, dass es möglich ist, nach den Bedingungen ordentlicher Kaufleute zu arbeiten. Am liebsten würden wir auf die Darstellung unzähliger Paragrafen verzichten und setzen auf den partnerschaftlichen Umgang, der in der Regel durch allgemein gültige gesetzliche Regeln bestimmt wird.

Eingestellt am 29.05.2017



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