no comment – Der WILLI-Kommentar

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Der noComment-Kommentar
Die sollen erstmal etwas lernen.

Und außerdem haben sie eh keine Ahnung



In Bruchsal sollen Jugendliche mehr ins politische Geschehen eingebunden werden. Da gibt es wohl keine zwei Meinungen. Die Stadträte sind sich weitgehend einig, dass dies richtig ist. Und jedermann und jederfrau ist bewusst, dass uns die politischen Bürger und diejenigen, die sich in Stadt- und Gemeinderäten einbringen, ausgehen.

Wenn aber immer die gleichen, alten Simpel die Politik bestimmen, dann werden unabhängig von der politischen Heimat, die immer gleichen politischen Ziele verfolgt. Lösungen und Ideen für Jugendliche nur von Seniors Gnaden.

Nichts gegen Seniorentanzen, nichts gegen Neues Altern in der Stadt aber wie wärs mit neuem jung sein in der Stadt? Nichts gegen Seniorenräte und Rentnerbands, aber es gibt wirklich ein Leben davor. Und das kann lang sein. Und es kann lang jung und unverstanden sein.



Abhängen ist schön, wenn man jung ist. Das sollten alle wissen, die auch mal jung waren. Frech sein, aufmüpfig statt angepasst und brav. Nicht die Musterschüler sind die Blaupausen für eine Gesellschaft. Es sind diejenigen, die eingefahrene Spuren verlassen und mal etwas anders machen.



Seniorenbeauftragte und Gleichstellungsbeauftragte auf Augenhöhe mit den Jugendbeauftragten. Das klingt ganz einfach ist aber nicht so leicht. Und die Versuche Jung und Alt zusammenzubringen sind immer etwas halbherzig. Muss auch nicht sein. Sie müssen nicht zusammen wohnen und auch nicht zusammen spielen. Es gibt nun mal Welten in denen sich Ältere besser zurechtfinden …. Und umgekehrt. Es reicht schon, wenn beide wissen, dass man in eine Gesellschaft gehört. Nicht Gegner ist. Nicht mehr oder weniger wert ist. Nicht gegenseitig ausgespielt wird. Das Gefühl, der Teilhabe. Zuhören. Anhören. Das nämlich führt zur Integration in die gesellschaftlichen Systeme. Und wer dann im Stadtrat „hängen“ bleibt, ist ein Gewinn.


Der Schlüssel liegt im Verstehen. Im gegenseitigen Respekt. Im gegenseitigen! Auch wenns schwer fällt. Und mir fällt es verdammt schwer, wenn mich so ein 14-jähriger Kotzbrocken blöd anmacht. Aber hier zeigt sich Größe.


Aber wer die Jungs und Mädels nur „abstellen“ oder raushalten will, bis sie dereinst reif für die Übernahme einer Mitverantwortung sind, hat schon verloren, bevor es zur Entscheidung kommt einmal ein Amt zu übernehmen. Der Frust sitzt dann schon tief und veranlasst dann die Sprüche, die wir heute von den Erwachsenen in den Pegida Szenen hören, die sich nicht mitgenommen fühlen. Die ein System in Frage stellen, das sie nie aufgenommen hat. Spätfolgen einer versäumten Beteiligung der jungen Bürger? Von „Wir sind das Volk“ über „Lügenpresse“ bis zu „Merkel muss weg“. Ohne zu bemerken, dass sie das alles sagen dürfen, weil man das bei uns darf.

Schon deshalb sollten wir die Jungen anhören, damit die später dann verdientermaßen beim Seniorentanz mitmachen können…. Und über die Rotzlöffel herziehen, die sich über sie lustig machen.


Ulrich Konrad
Forever young





Songtext: Kinder an die Macht
Herbert Grönemeyer


Die Armeen aus Gummibärchen

die Panzer aus Marzipan

Kriege werden aufgegessen

einfacher Plan

kindlich genial



Gebt den Kindern das Kommando

sie berechnen nicht

was sie tun

Die Welt gehört in Kinderhände

dem Trübsinn ein Ende

wir werden in Grund und Boden gelacht

Kinder an die Macht...


Eingestellt am 27.04.2017



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