no comment – Der WILLI-Kommentar

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Der noComment-Kommentar
Naiv in 2017

Fahrzeuge aufstellen als Barriere zum Schutz vor Anschlägen mit Fahrzeugen. Okay. Wenn jemand meint, es hilft. Die Empfehlung der Landesregierung sieht dies vor. Aber mal ehrlich….

Mit Fahrzeugen als Barrieren sollten die Weihnachtsmärkte im Land nach dem Anschlag in Berlin geschützt werden. Hoffentlich halten sich auch die Attentäter daran und nehmen diesen Weg für ihre Anschläge.


Und hoffentlich nehmen sie auch nur Weihnachtsmärkte ins Visier. Denn wenn die Gefährdung auch auf andere Ansammlungen ausgedehnt wird, dann müssten wir auch dort Fahrzeuge aufstellen. Die Betriebshöfe wären bald leer gefegt.

Bei Fußballstadien, Hallen, Einkaufstempeln, Touristenattraktionen und anderen denkbaren Zielen, wäre es dann schon schwieriger. Und wie klein darf ein fest eigentlich sein? Da darf der Bruchsaler Weihnachtsmarkt ja fast stolz sein, dass er ins Raster fällt. Vielleicht auch Hambrücken und Gondelsheim?

Wenn uns dann schon bald die Fahrzeuge ausgehen sollten Poller, Selbstschussanlagen, bewaffnete Polizisten, Hubschrauber und Nagelbretter eingesetzt werden. Wäre es da vielleicht besser, die Aussteller zu bewaffnen? Ja, es ist schwierig. Aber eine VW-Pritsche vom Bauhof zur Abwehr eines 20 Tonners ist schon für sich genommen pure Symbolik.



Wir müssen verstehen, dass man sich gegen Terror nicht schützen kann. Die Beispiele zeigen es. Ob mit Pistole, Machete, Messer oder Bombe, alles kann tödlich enden. Und das Leben wird immer mehr zu einem der gefährlichsten Umstände.



Aber für wie blöd hält man die Terroristen, wenn man glaubt, sie würden genau dort hingehen, wo wir Sicherheitseinrichtungen installieren. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist völlig wurscht, wie und was wir schützen. Es gibt immer noch eine andere Variante, einen anderen Ort, eine andere Gelegenheit, eine andere Vorgehensweise.



Stellen wir uns besser 2017 darauf ein, dem Terror mit unserer Freiheit entgegenzutreten. Aufmerksamkeit ja und Vorsicht. Aber nicht Angst und Panik. Auch wenns schwer fällt, wenn wieder etwas passiert. 

Wir dürfen nicht einknicken. Denn so sicher wie das „Amen in der Kirche“ ist, dass wir mit Fahrzeugen am Weihnachtsmarkt einen Anschlag verhindern.

Da hilft schon eher „Beten“.


U. Konrad

Angst fressen Seele auf

Eingestellt am 27.12.2016



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