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no comment – Der WILLI-Kommentar

Da haben doch tatsächlich die Hessen Spargel getestet. Das ist ja von vornherein zum Scheitern verurteilt. Testen kann das ja nur einer, der Geschmack hat. Und den haben, was Spargel angeht, nur wir hier im WILLI-Land.
Currywurst ist SPD
Wie bei jedem Test stellen natürlich alle Test-Verlierer die Vertrauensfrage. „Falsch gelagert, langer Transportweg, Verwechslung“ usw. Dabei gehts beim Geschmackstest doch nicht um den Geschmack. Lidl und Aldi, Rewe und Penny und wie sie alle heißen, haben stets die besten Spargel im Regal, egal was in der Kiste liegt. Die Zeitungen werden sich wohl hüten ihre Werbekunden in die Pfanne zu hauen, um sich anschließend selbst in der selben zu sehen. Also was soll der Streit um einen Test? Kalter Kaffee! Oder haben Sie schon mal etwas in Ihrer Lokalzeitung gelesen über Arbeitnehmer die kameraübewacht werden? Und da sollen nun Pälzer Spargel besser sein, als die aus dem Land der Entdecker? Da sollte der Geschäftsführer der OGA nicht lamentieren, sondern ein paar Euro in die Werbung seiner Qualitätsspargel stecken … dann stimmt auch das Testergebnis.
Nun ja, in Wahrheit geht es beim Spargel auch nicht um den Geschmack. Spargel ist ja eher Wasser. Der Geschmack kommt, nach meiner Wahrnehmung allenfalls von den Beilagen. Außerdem spricht für die Qualität eher der Preis: je teurer, je besser. Denn nur wer sich die erste Klasse leisten kann, kann beim Gourmettreff mitreden. Die Königsklasse 1, die beim königlichen Gemüse für den Geschmack keine Rolle spielt, ist denn eher eine Frage des persönlichen Status. Besserverdiener essen die erste Klasse. Das ist wie Adidas. Die Streifen sind beim Spargel Durchmesser und Länge. Wie im richtigen Leben, obwohl die kleinen, dünnen oft besser sind.
Und nun werden wir mit unserem Vorzeige-Imageträger Ausrichter der Heimattage! Wer also bisher glaubte, Heimat definiere sich durch irgendwelche Werte, sieht nun, dass neben „Liebe“ auch „Heimat“ durch den Magen geht. Jedenfalls hat das Bruchsaler Eintopf- Image (von allem nix) nun ein Gesicht: Lang, schlank, mit Köpfchen.
Auf diesen Spargel können wir bauen. Was Generationen von Marketingleuten nicht geschafft haben, bringt nun ein blasser, wässriger Stengel. Selbst die Kanzlerin, steht auf ihn. Und die weiß, was gut ist?
Und deshalb sollen sich noch so viele Bustouristen das ultimative Geschmackserlebnis abholen. Jeder soll essen, was ihm schmeckt, auch wenn mir keiner so ganz genau sagen kann, wie der ehrliche Spargel wirklich schmeckt. In Erinnerung bleibt mir allenfalls die weiße Soße oder der leckere Pfannkuchen. Vorallem auf dem Hemd.
Ja ich wills gestehen obwohl ich mich schon als Nestbeschmutzer sehe: ich ziehe Currywurst dem Spargel vor. Spargel ist irgendwie, … FDP.
U. Konrad
wie immer Geschmacksache
Currywurst ist SPD
Wie bei jedem Test stellen natürlich alle Test-Verlierer die Vertrauensfrage. „Falsch gelagert, langer Transportweg, Verwechslung“ usw. Dabei gehts beim Geschmackstest doch nicht um den Geschmack. Lidl und Aldi, Rewe und Penny und wie sie alle heißen, haben stets die besten Spargel im Regal, egal was in der Kiste liegt. Die Zeitungen werden sich wohl hüten ihre Werbekunden in die Pfanne zu hauen, um sich anschließend selbst in der selben zu sehen. Also was soll der Streit um einen Test? Kalter Kaffee! Oder haben Sie schon mal etwas in Ihrer Lokalzeitung gelesen über Arbeitnehmer die kameraübewacht werden? Und da sollen nun Pälzer Spargel besser sein, als die aus dem Land der Entdecker? Da sollte der Geschäftsführer der OGA nicht lamentieren, sondern ein paar Euro in die Werbung seiner Qualitätsspargel stecken … dann stimmt auch das Testergebnis.
Nun ja, in Wahrheit geht es beim Spargel auch nicht um den Geschmack. Spargel ist ja eher Wasser. Der Geschmack kommt, nach meiner Wahrnehmung allenfalls von den Beilagen. Außerdem spricht für die Qualität eher der Preis: je teurer, je besser. Denn nur wer sich die erste Klasse leisten kann, kann beim Gourmettreff mitreden. Die Königsklasse 1, die beim königlichen Gemüse für den Geschmack keine Rolle spielt, ist denn eher eine Frage des persönlichen Status. Besserverdiener essen die erste Klasse. Das ist wie Adidas. Die Streifen sind beim Spargel Durchmesser und Länge. Wie im richtigen Leben, obwohl die kleinen, dünnen oft besser sind.
Und nun werden wir mit unserem Vorzeige-Imageträger Ausrichter der Heimattage! Wer also bisher glaubte, Heimat definiere sich durch irgendwelche Werte, sieht nun, dass neben „Liebe“ auch „Heimat“ durch den Magen geht. Jedenfalls hat das Bruchsaler Eintopf- Image (von allem nix) nun ein Gesicht: Lang, schlank, mit Köpfchen.
Auf diesen Spargel können wir bauen. Was Generationen von Marketingleuten nicht geschafft haben, bringt nun ein blasser, wässriger Stengel. Selbst die Kanzlerin, steht auf ihn. Und die weiß, was gut ist?
Und deshalb sollen sich noch so viele Bustouristen das ultimative Geschmackserlebnis abholen. Jeder soll essen, was ihm schmeckt, auch wenn mir keiner so ganz genau sagen kann, wie der ehrliche Spargel wirklich schmeckt. In Erinnerung bleibt mir allenfalls die weiße Soße oder der leckere Pfannkuchen. Vorallem auf dem Hemd.
Ja ich wills gestehen obwohl ich mich schon als Nestbeschmutzer sehe: ich ziehe Currywurst dem Spargel vor. Spargel ist irgendwie, … FDP.
U. Konrad
wie immer Geschmacksache
Eingestellt am 25.04.2012
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Toller Beitrag! Danke an die Redakti... / der Hartdseemafioso
Also Kraichgau TV braucht sich hinte... / Kraichtäler
Schöner Bericht, hat mir sehr gut ge... / Rüdiger.Grossmann
Schöner Beitrag, danke! Ich wohne i... / Morgan le Fay
Die Südstadt ist vorallem bunt und v... / Kind der Südstadt
























Gast: Asparagus (vor 12 Monaten)
Antworten
Wenn Dimitri aus Kischinau 90 Euro im Monat für Frau und zwei Kinder verdient,
sollten wir dann lieber nicht in Moldawien "unser Kulturgut" anbauen?
Gast: Spargelstecher (vor 12 Monaten)
Antworten
High matt sind vermutlich auch die Spargelstecher, die unser Kulturgut zu Tage fördern. Echte Handarbeit, die weitgehend die saisonal tätigen, ausländischen Mitbürger/innen für uns Einheimische wochenlang tief gebückt verrichten. In endlosen Furchen stundenlange Tiefenbräunung. Als Spargelhauptstadt sollten alle Spargelanbaubetriebe den Tag der Spargelstecher erfinden an dem einfach mal die Rollen wechseln. Da wird der (lt. U. Konrads Kommentar fragwürdige) Spargelgenuss zumindest viel bewusster.
Spargelstecher
Gast: Heiner (vor 12 Monaten)
Antworten