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Ubuntu 2012 Abreise

Ubuntu 2012 - Letzter Bericht

VORGESCHICHTE: Bereits im letzten Jahr berichteten uns die freiwilligen Helfer aus der Region täglich von Ihren Erlebnissen in Ubuntu. Nun geht es bald in die zweite Runde. Das Team rund um Susanne Schäfer wird dann auch wieder täglich hier im Landfunker Einblicke in das Leben und Wirken in Namibia geben. Wir geben Ihnen jetzt schon einen kleinen Ausblick auf die Abenteuer der Afrikareisenden aus der Region! Im neuen WILLI- das Stadtmagazin wird es natürlich auch wieder Informationen zu dieser Unternehmung geben.



Und hier unsere Tagesberichte (neuester immer oben)

Dienstag, 12. Juni

Nach 10 Tagen in der Wildniss muessen wir uns langsam an die Zivilisation gewoehnen. In Swakopmund, der bestimmt deutschesten Stadt jenseits unserer Grenzen, gelingt das ganz gut. Kuchen im Cafe Anton, Haxen im Brauhaus und ein Bummel ueber den Holzmarkt - und das im tiefen Sueden Afrikas.
Die restlichen 400 km fuehren uns kurz nach Swakopmund durch die Mondlandschaft - eine spektakulaere zerklueftete Felswueste - und, welch Ueberraschung, mitten durch das Filmset zu den Dreharbeiten von 'Mad Max 4'. Den Film duerfen wir auf keinen Fall verpassen!
Nach kurzer Kaffeepause ca. 200 km suedlich von Windhoek - Schock: Unser Bus macht keinen Mucks mehr. Starthilfe waere einfach, gaebe es ein Ueberbrueckungskabel; also wieder mal improvisieren. Kurzer Hand bauen wir einem Gelaendewagen die Batterie aus, mit dem Hammer gehts dem Anlasser an den Kragen, am Ende hilft aber nur mit vereinter Muskelkraft den Bus anschieben. Lily, die namibische Seele unserer Ubuntu-Gruppe und unerschrockene Busfahrerin, bewahrt derweil stoische Ruhe. Endlich springt der Motor an, es ist hoechste Zeit, denn unser Flug wartet nicht. Lily stimmt zum Abschied das Suedwesterlied, die Nationalhymne der deutschstaemmigen Namibianer, an. Danach faellt der Abschied besonders schwer.
 
Ubuntu 2012 war ein Erfolg, auch weil wir viele Helfer hatten.
Tausend Dank an:
Lily und ihre Tochte Monique fuer enormes Engagement in Namibia,
ATC Namibia fuer den kostenlosen Bus,
Air Namibia fuer 100 kg Freigepaeck,
Frieder und Dagmar Maennel fuer die tollen Ubuntu-Shirts und Unmengen von Garnen,
Dirk Heinrich, Redakteur, fuer die Berichterstattung in der namibischen Presse,
allen Ubuntu-Fans fuer ihre grosszuegige Unterstuetzung.
Dankie - Dankie - Dankie

Ein besonders herzliches Dankie an Landfunker und Willi, das Stadtmagazin! Ohne Euch gaebe es diese Tagesberichte nicht, die so viele Ubuntu-Fans mit Spannung verfolgt haben.
Ein letztes Lekkerdag aus Namibia,  bis Ubuntu 2013!
Das Ubuntu-Team 2012
Susanne und Roland Schaefer
Gisela und Kunibert Bender
Ute Kistner
Andrea Bindschaedel
Harald Heneka
Stefan Schubert
Michael Weiland
Friedrich Wittmann
Monique und Lily Taylor
Minanda und Nico, Windhoek
Wie gehts weiter:
Schulgebaeude naechstes Projekt
Verhandlung mit Hauptmann und Stammeskoenig.




Mittwoch, 6. Juni

Ubuntu 2012 letzte Tag bei Adolfine

Hallo Willi-Land, heute muss nochmals hart gearbeitet werden, damit wir alles schaffen, was dringend noetig ist. Der Wassertank, den wir fuer die Versorgung mit Trinkwasser letztes Jahr gespendet haben, leckt am Rohranschluss. Auch hier gilt es zu improvisieren, denn woher Dichtungsmittel nehmen? Mit viel Fachverstand und Phantasie gelingt es dann doch. Es gibt in der Schule keine Moebel und Ablagemoeglichkeit, also bauen wir ein Regal. Auch hier: Bohrmaschine vorhanden - Bohrer Mangelware! Was in einer halben Stunde erledigt sein koennte, dauert nun 2 namibische Stunden. Aber auch dieses Werk gelingt.



Die dritte Aufgabe fuer heute, die Ueberdachung der Schulveranda mit Trapezblechen, ist wegen des starken Windes lebensgefaehrlich. Wir muessen das aufs naechste Mal verschieben.

Nun ist es Zeit von Adolfine und den Kindern Abschied zu nehmen, was uns allen zu Herzen geht. Jedes Kind wird umarmt und gedrueckt und auch Adolfine und ihre Familie gehen nicht leer aus. Trotz mancher Abschiedstraenen gehen wir mit gutem Gefuehl und der Gewissheit, dass unsere Unterstuetzung auf fruchtbaren Boden gefallen ist.



Bild 1: Harald beim Regalbau unter Friedrichs Aufsicht
Bild 2: Alle Ubuntus mit Adolfine, Isabella, Wiseman und den Kindern beim Abschied






Montag, 4. Juni


Hallo Willi-Land, heute wird es sportlich! Nachdem die Reparaturen erledigt sind, geht's an die Aussenanlagen. Ein Netzballplatz (ähnlich wie Basketball) soll her. Dazu muss die Wildnis von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Steinen befreit werden. Bei dieser unter afrikanischer Sonne mühseeligen Arbeit haben wir viel Hilfe der Eltern erhalten. Der starke staubwirbelnde Wind macht's nicht einfacher. Am Ende können wir die neuen Spielfelder zusammen mit den Kindern einweihen. Ein Riesenspass! Überall auf der Welt reicht ein Ball und schon sind alle mit vollem Einsatz dabei. Die nächste große Überraschung für Adolfine und die Kinder war, als wir die vielen Kleider- und Spielzeugspenden auspackten. AIR NAMIBIA sei Dank konnten wir 100 Kilo Humangepäck kostenfrei mitnehmen. Danke an alle Spender in Deutschland! Schade, dass ihr nicht selbst die leuchtenden Kinderaugen sehen könnt. Seid sicher, dass ihr Gutes getan und viel Freude bereitet habt.
Bild 1: Stefan, Michael und Roland beim Fundament für den Basketballkorb.
Bild 2: Ubuntus und Isabella bei der Kleiderauswahl






Sonntag, 3. Juni

Hallo Willi-Land, wir haben unser Camp ins Karos-Gebiet verlegt. Dort unterstützen wir die Blydskap-Schule, eine Pre-Primary-School, mit 21 Schülern zwichen drei und sechs Jahren, geleitet von Adolfine, der einzigen Lehrerinn die für Gotteslohn die Kinder unterrichtet und betreut. Die Kinder leben unter der Woche in ärmlichen Verhältnissen in einer Blechhütte, zum Glück mit Hilfe von Kunibert und Gisela Bender in Betten mit warmen Decken, und Susanne und Roland Schäfer durch eine Wasserleitung und Tank mit ausreichend Wasser versorgt. Nach berührendem Wiedersehen, einem gemeinsamen Essen mit Kindern, Eltern und Gästen, die von einer kostenlosen Mahlzeit gehört hatten, ging es an Reparaturen, der von Fam. Bender gestifteten Sanitäranlage und Malerarbeiten am Schulgebäude. Besonders schön, dass die Eltern Hilfe zur Selbsthilfe leisten, wenn auch nach eindringlicher Aufforderung durch Adolfine und Tammy, Direktorin von www.africat.org, (Gewinner des Charity Awards 2011).

Bild 1 : Kunibert mit einheimischer Hilfe
Bild 2: Susanne und Wiseman beim Fensterstreichen





Samstag 2. Juni

Hallo Willi-Land, heute hatten wir Besuch von einem amerikanischen Filmteam das einen Naturfilm dreht, und schon viele tolle Tieraufnahmen im Kasten hat. Was dem Team noch fehlt sind Menschen. Irgendwie hatten sie von uns Ubuntus erfahren und die Drehgelegenheit genutzt. Klar dass beim Interview www.landfunker.de besonders erwaehnt wurde. BBC wird naechste Jahr den Bericht ausstrahlen. Wir sind gespannt!

Am Abend gibt es Grund zu feiern. Wir haben Teil 1 unseres Projektes geschafft. Das neue Wasserloch ist fertig und sieht toll aus. Ob es den Elefanten gefaellt? Wir erfahren es erst in 3 Wochen, denn erst dann kann es geflutet werden. Riesen Dank an St. Pauls College, mit denen wir es gemeinsam geschafft haben. Heute wird das Camp abgebaut. Es geht Richtung Westen zu Teil 2. Adolfines Schule und ihre Kids brauchen unsere Hilfe.

Lekerdag
Euer Ubuntu Team

Bild: Ubuntus am fertigen Wasseloch




Freitag, 1. Juni

Hallo Willi-Land, Gott sei Dank, der Zement ist da - für afrikanische Verhältnisse ein kleines Wunder! Von der Quelle muss jetzt eine Wasserleitung gelegt werden, und zwar elefantensicher. Das heißt, einen 70 m langen Graben in harten Grund legen; zum Glück sind die Schüler des St. Pauls College jung, stark und super fleißig. Die schwere Arbeit hindert sie nicht, immer wieder ein Lied anzustimmen. Gemeinsam schaffen wir unser Tagespensum. Abends haben wir Besuch im Camp. Wilfried, der Vogelkundler, den wir vom letzten Jahr kennen, spannt seine Eulennetzte zwichen den Hütten. Ein altertümlicher CD-Player spielt den Paarungsruf des Zwergpinselohrkäuzchens. Unfassbar, nicht nur Wilfried kennen wir, sondern auch die erste Eule, die ins Netz geht. Wir haben sie letztes Jahr im Camp beringt. Welch unerwartetes Wiedersehen!

Bild: Wilfried beim Beringen und Wiegen des Käuzchens.





Donnerstag, 31. Mai

Liebes Willi-Land, es ist passiert, das Material reicht hinten und vorne nicht, auch das geplante  Budget ist erschoepft. Zum Glueck konnten wir viele Spenden sammeln, nur wie an das Geld kommen. Die naechste Bank ist 100 km entfernt. Die letzte Bargeldresserven werden zusammengekratz, so dass es fuer einen LKW Kies und Sand reicht. Jetzt heisst es wieder Geduld und warten. Die Zeit nutzen wir, eine Menschkette aus Ubuntus und Schuelern des St. Paul Colleges bildend, tausende von Steinen jeglicher Groesse zu sammeln und in Windeseile zur Baustelle zu bringen. Endlich naht der Nachschub, Betonmaschine anwerfen, jetzt gehts flott weiter, weil alle an einem Strang ziehen. Hoffentlich wird morgen der versprochene Zement geliefert. Dann sollte die geplante Projektzeit ausreichen. Muede gehts zur Daemmerung ins Camp. Der Donkie (Warmwassebehaelter) wird angefeuert, der Dreibeineisentopf mit dem Mieliepap (Maisbrei) aufs Akazienholzfeuer gestellt, und um 10 Uhr gehts erschoepft in die Schlafsaecke. Gute Nacht Willi-Land.





Dienstag, 29.Mai

Hallo Willi-Land, mit Respekt vor der Wildnis und immer ein Blick ueber die Schulter zu unseren Rangern beginnen wir das Wasserloch mit Steinen, die wir dort sammelten, zu formen. Die Betonmaschine wird angeworfen und bald vergessen wir bei der Arbeit unsere Furcht. Wir blicken aber immer oefter ueber die Schulter, denn grosse Springbock- und Zebraherden, hunderte von Perlhuehnen, einige Giraffen, Schakale und Warzenschweine beobachten uns und zoegern lange bevor sie zum Trinken an die Wasserstelle kommen. Sie begleiten uns den ganzen Tag ueber. Wir kommen gut voran, obwohl es einige kleinere Verletzungen zu versorgen gibt. Sorgen macht uns, dass Kies und Sand schneller schwinden als gedacht. Der naechste Versorgungspunkt fuer Baumaterial Otjiwaronga liegt etwa 200 km entfernt. Der Abend klingt mit einem koestliche Braaie (namibisches Grillen) mit Burenwurst am Lagerfeuer aus. Bild: Vordergrund Betonmaschine, Hintergrund durstige Tiere, dazwischen fleissige Ubuntus.





Montag, 28. Mai

Hallo Willi-Land! Erstes Wecken um 4 Uhr, aber es war nicht der Wecker, sonder Loewengebruell direkt am Campzaun. Zweites Wecken dann um 5 Uhr; schliesslich muessen wir um 7 Uhr am Ombika- Wasserloch zu sein, um die kuehle Tageszeit fuer die schweisstreibende Arbeit zu nutzen. Bevor es dann zur Sache ging wurden wir vom Wildhueter Shayne gebrieft: "Seid euch bewusst, ihr seid im Busch. In den letzten Tagen waren 11 Loewen am Wasserloch. Die werden euch nicht verletzen, sie werden euch toeten. Bleibt im Schutz der bewaffneten Ranger!" Die Fahrzeuge bilden eine Wagenburg, stehen mit offenen Tueren. Bei Alarm alles fallen lassen, sofort aufsitzen, Panik unterdruecken und ruhig verhalten. Wie es uns am ersten Einsatztag ergangen ist erfahrt ihr morgen. Lekker Dag Euer Ubuntu Team.
Bild: Wildhueter Shayne beim Briefing





Sonntag, 27. Mai

Hallo Willi Land!
Inzwischen haben wir uns in unserem Camp nahe Okaukuejo eingerichtet. Unsere Arbeit vom letzten Jahr hat sich gelohnt. Wir muessen lediglich die Wege zu unseren Huetten freilegen, um freie Sicht wegen der Schlangen und Skorpione zu haben, die hier im Busch haeufig vorkommen. Ombika, die Wasserstelle an der wir ab morgen arbeiten, haben wir heute besucht. Boese Ueberraschung! Der Sand- und Kieshaufen, der am Tag vorher fuer die Befestigungsarbeiten angeliefert worden war, war ueber Nacht zum Tummelplatz fuer Loewen, Elefanten, Zebras und Hyaenen geworden. Alle haben sich darin gewaeltzt, der Haufen ist platt. Hoffentlich bekommen wir genug Material zusammen, sonst heisst es zurueck nach Otjiwarongo und Nachschub besorgen. Bild: Freilegen der Pfade zu den Huetten von Ubuntu-helfern aus Willi-Land.




Freitag, 25. Mai

Unglaublich, was aus einer kleinen Spende für Farben und Pinsel an das Ubuntu-Projekt, das von Lily Taylor, einer namibischen Reiseleiterin und Vollblutmutter, ins Leben gerufen wurde, geworden ist. Im letzten Jahr waren Gisela und Kunibert Bender mit mir dabei, um selbst mit Hand anzulegen und ein Camp im Etosha-Nationalpark Löwen -und Elefantensicher zu machen, um einen sicheren Ausgangspunkt für weitere Projekte zu haben. Landfunker und Willi haben uns dabei begleitet und so für großes Interesse gesorgt. So war es möglich, viele Geld- und Sachspenden zu sammeln. Tja, und jetzt stehen hier zehn Ubuntu-Freunde aus Willi-Land mit 24 Schülern und Lehrern auf dem Schulhof des St. Pauls College, um uns kennen zu lernen und die Arbeiten, die wir uns vorgenommen haben, zu besprechen. Und ganz toll ist, dass die Allgemeine Zeitung, die einzige deutsche Zeitung in Afrika, auf unser Projekt aufmerksam geworden ist und über uns berichten wird. Beim Interview, das wir eben hatten,  haben wir erzählt, dass der landfunker uns live durch unser Projekt begleitet. Die AZ will den Link zum landfunker veröffentlichen. Die meisten Klicks auf die Homepage der AZ kommen aus Deutschland. Mal sehen, ob wir es schaffen, dass die meisten Klicks auf den landfunker aus Namibia kommen.




Dienstag, 22. Mai

Lieber Ulrich, liebes Willi-Team,


gestern Abend, bei unserem letzten Treffen vor unserer Abreise nach Namibia am 23.5.2012 haben wir uns schon mal in unsere grüne UBUNTU-Kluft geworfen und ein erstes Foto für den Landfunker / Willi-Stadtmagazin gemacht.

Alle 10 UBUNTUS waren dabei: Gisela und Kunibert Bender, die schon UBUNTU-Erfahrung  haben, Harald Heneka, Andrea Bindschädel, Ute Kistner, Michael Weiland, Stefan Schubert, Friedrich Wittmann, mein Mann Roland und natürlich ich.

Es gab viel zu besprechen und vor Allem viel zu packen. Unmengen von Kleidern, Spielzeug und anderen in Namibia heiß begehrten Dingen wie z.B. große Mengen an Nähgarn, das uns von der Firma Männel-textile Lösungen aus Unteröwisheim  für ein Frauenprojekt gestiftet wurde, mussten untergebracht werden. Zum Glück unterstützt unsere Fluggesellschaft Air Namibia unser Projekt mit 10 Kg mehr Freigepäck pro Person.

Ab dem 24.Mai werde ich wie letztes Jahr täglich einen kleinen Bericht an Landfunker schicken und versuchen, tolle Fotos zu liefern.

Wir sind schon ganz schön aufgeregt und freuen uns auf Namibia und darauf, dass Ihr uns wieder begleitet.

Liebe Grüße, bis bald
Susanne Schäfer

Eingestellt am 13.06.2012




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