Philippsburg | Pro Hund versus Hundesteuer

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Philippsburg +++ Tiere | Der Philippsburger Gemeinderat hat Ende vergangenen Jahres beschlossen, die Hundesteuer zu verdoppeln. Nun macht sich unter den dortigen Vierbeinerfreunden Unmut breit. Der Verein „PRO Hund Philippsburg e.V.“ wurde gegründet. In seiner Mitgliederversammlung hat Bürgermeister Stefan Martus jetzt erstmals zu diesem Thema Stellung bezogen. Alexander Becker war dabei und konnte eine erste Entspannung der Situation beobachten. Alexander Becker berichtet.

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Mitdiskutieren / bisher 21 Kommentare

Gast: Gast (vor 55 Monaten)

Antworten

Wir haben hier in Philippsburg den "Verein der Hundefreunde" und ich hätte vom Gemeinderat und der Verwaltung erwartet, dass sie vor der Entscheidung über die Verdoppelung der Hundesteuer, wenn schon nicht mit der „anonymen Masse der Hundehalter“ reden, doch zumindest das Gespräch mit dem Verein der Hundefreunde suchen. Aber auch da ist nichts geschehen. Der Hundesportverein ist Mitglied im VDH, das Gelände gehört der Stadt und das sind Gründe, warum sich dieser Verein (einzelne Mitglieder schon) bei Pro Hund nicht engagieren kann oder darf. Das verhält sich wohl genauso wie mit dem Kleinunternehmer und gleichzeitig Hundebesitzer aus unserer Stadt, der Angst hat, bei einem Engagement bei Pro Hund, von der Stadtverwaltung keine Aufträge mehr zu erhalten. Was läuft denn da noch alles schief in unserer Stadt!?

Gast: Carsten Walther (vor 55 Monaten)

Antworten

Der von mir angesprochene Kommentar wurde anscheinend von Kraichgau TV entfernt.

Danke !

Gast: Carsten Walther (vor 55 Monaten)

Antworten

Von unten aufgeführtem Kommentar möchte ich mich auch im Namen des Vereins Pro Hund Philippsburg e.V. aufs schärfste distanizeren.

Die Thematik kann nur in einer sachlichen Diskussion gelöst werden.

Solche polemische Aussagen schaden unserem Anliegen mehr, als sie uns nutzen können.
Ich hoffe, dass es sich hier nicht um ein Mitglied unseres Vereins handelt, und ich bitte zu beachten, dass selbst ein Aufruf zu einer Straftat ein Straftatbestnd darstellt.
Bitte wieder zum Kernpunkt der Problematik, 100 % mehr Hundesteuer ohne Begründung. Dies dürfte für eine aktuelle Diskussion reichen.

Danke !

Carsten Walther
1. Vorsitzender Pro Hund Philippsburg e.V.

Gast: Gast (vor 55 Monaten)

Antworten

Hallo,
die Erhöhung hat einen einfachen menschkichen Hintergrund: ein Gemeinderat hat sich über einen Hundehalter aufgeregt und dann beschlosssen, jetzt übertereiben wir mal alles, damit wenigstens etwas übrigbleibt und das ist die Erhöhung. Der Vorschlag wie es zustande kam, daß ein Gemeinderat rechnete, 8 eur pro Monat sind nicht soviel auf den ersten Blick. Es konnt Geld ind die gemeinekasse und wir haben im endeffekt weniger Hunde dann hier in Philippsburg. Den das der Gemeinderat die Bevölkerung erziehen will, passiert immer wieder. Sie haben ein Obrigkeitsdenken und das lassen sie die Bevölkerung spüren. Sie sehen sich als "kleinen Bundestag" und wie die Großen Fehler nicht freiwillig korrigieren, so genau so machen es die "Kleinen" sprich Gemeinderäte. Jetzt möchte keiner sein Gesicht verlieren und wird seine Entscheidung nicht widerrufen oder verbessern. Das geht nur per Gericht. Da können sie dann sagen, wir mußten es so tun un d haben ihr Gesicht gewahrt. Alles ganz normale menschliche Verhaltensweisen, denn auch Demokratie muß man lernen....

Gast: gr. Tierfreund (vor 55 Monaten)

Antworten

Mir persönlich gedenken Zeiten,
bevor die großen Jubiläumsfeiern in den 3 Stadtteilen waren,
hat unser Bürgermeister, sowie auch die Gemeinderäte,
so groß gesprochen, und sich vor die Bürger gestellt und gesagt,
solange wir gemeinsam was tun und zusammenhalten,packen wir alles.

"Gemeinsam sind wir stark"

Auch die Hundehalter waren mit im Einsatz,
Es war nie die Rede wir brauchen Euch nicht, und jeder war mit dabei.
Da konnte man sich groß vor den Nachbargemeinden präsentieren und alles war paletti.
Jetzt bekommen die ersten den Abschuß.

Und was kommt noch?

Bürger passt auf, es ist erst der Anfang!

Die Nachbargemeinde Hambrücken, hat Dog Stationen bekommen,
und die Hundesteuer blieb trotzdem gleich wie in den Jahren zuvor.

Bei anderen Nachbargemeinden, zahlen alle Hundesteuer, auch welche die nicht innerorts wohnen.

" Sondern alle"

Da jeder Hund ein Wachhund ist, für seinen Besitzer. Ob groß oder klein.

Man ließt es auch immer mehr in den Polizeiberichten, welche auch im Stadtanzeiger veröffentlich werden, daß innerörtlich immer öfter eingebrochen wird. Und das sind reine Tatsachen.

Wir wollen ein Europa sein, jedoch nur noch 4 Länder zahlen Hundesteuer.
Spricht man mit Personen der angrenzenten Länder, wird nur noch mit dem Kopf geschüttelt.

Die Personen die Ihren Vierbeiner einfach mal so auf den Gehweg kacken lassen, und es nicht wegräumen haben für mich, eh keinen Charakter.
Warum sollen solche Vergehen nicht bestrafft werden?
Sollen sich doch unsere Gemeinderäte etwas einfallen lassen.

Dann kommt auch Geld in die Kassen.

Es kann nicht sein, daß solche die noch Gesicht zeigen bestrafft werden.

Auch die Hinterhofhunde sollen zur Kasse gebeten werden.

Und somit wird auch einiges erreicht.

Ich wünsche dem pro Hund Verein Durchhaltevermögen und Viel Erfolg.
Meine Stimme habt Ihr.

Gast: Gast (vor 55 Monaten)

Antworten

Ich bin erschrocken über die Auffassung von Demokratiedefinition unserer Gemeinderäte, die zum überwiegenden Teil aufgrund ihrer Tätigkeit im Öffentlichen Dienst im Staatsbürgerlichen Recht ausgebildet wurden und somit sehrwohl wissen, dass sie Staatsbürgerliche Rechte verletzen und sich noch dreist darüber hinwegsetzen. Als Argument der Diskussionsverweigerung wird das "Schwebende Verfahren" benutzt. Das ist in meinen Augen ein feiges Versteckspiel.

Gast: Schöps, Volker (vor 55 Monaten)

Antworten

Es ist erschreckend, wie von Bürgermeister und Gemeinderat der Bürgerwille beiseite geschoben wird und nicht belastbare Aussagen des Bürgermeisters keinerlei Konsequenzen zu haben scheinen. Verschanzt hinter Verwaltungsrichtlinien ist, so scheint es, jeder Beschluß des Gemeinderates unangreifbar. Auch wenn dieser auf erdachten, falschen Aussagen beruht.
Größe zeigt sich auch in der Aufnahme von neuen Argumenten und der Bereitschaft seine Meining zu revidieren. - Ich würde den Bürgrmeister gerne wieder ernst nehmen.

Gast: Flora (vor 55 Monaten)

Antworten

Großes Lob für die aufschlußreiche Reportage. Da mir diese leider doch stark gekürzt erscheint, hier meine subjektiven Erkenntnisse zu der Mitgliederversammlung von PRO-Hund am vorletzten Mittwoch:

Herr Martus hat gleich zu Beginn seiner Ausführungen erklärt, er sei „nur eine von 25 Stimmen im Gemeinderat“ gewesen, als die Verdoppelung der Hundesteuer beschlossen wurde. Leider brachte er zu dieser Veranstaltung nicht einen einzigen der restlichen Entscheidungsträger mit. Diese drücken sich bis zum heutigen Tag vor einer Stellungnahme bzw. haben wohl von ihren jeweiligen Fraktionsvorsitzenden einen Maulkorb verpaßt bekommen.

Stattdessen wurde unser BGM von zwei Amtsleitern der Stadtverwaltung begleitet, welche aber noch nicht einmal auf direkte Fragen zu ihrem eigenen Fachgebiet selbst antworteten. Damit war die dann folgende Diskussion reine Zeit- und Energieverschwendung , zumal man sich fast ausschließlich mit dem Thema „Hundekot“ befasste. Da half auch das „Bonbon“ mit den Hundetoiletten nichts, denn diese sollen über Sponsoren finanziert werden und die müssen auch erst einmal gefunden werden.

Also alles wie gehabt: Die Verwaltung hat bisher schon absolut nichts für die Hundebesitzer getan und will sich auch in Zukunft heraushalten, der Gemeinderat äußert sich erst nach einer Entscheidung über die Widerspruchsverfahren und unser BGM hangelt sich von einer Argumentation zur nächsten. Keine Spur von „miteinander statt übereinander reden“.
Also liebe PRO-Hundler: Laßt Euch nicht weiter auf Nebenschauplätzen verheizen, sondern kommt wieder zurück auf unser eigentliches Anliegen: Rücknahme der auf falschen Informationen beruhenden Entscheidung des Gemeinderates.
Nichts desto trotz: Meine Hochachtung an die Vorstandschaft von PRO-Hund für ihr unermüdliches Eintreten für die gute Sache !!!!

Nichts für ungut und schöne Ostern
Flora

Gast: Gast (vor 55 Monaten)

Antworten

Zunächst einmal ein Dankeschön an Kraichgau TV für den Filmbericht und dem Vorstand von Pro Hund für seinen bisherigen Einsatz. Hätte mir auf dieser Mitgliederversammlung eigentlich die Anwesenheit von mehr Mitgliedern gewünscht - oder hatten "soo viele Schiss" vor der Obrigkeit? Wenn wir beachten, dass der Vorschlag zur Verdoppelung der Hundesteuer nicht vom Bürgermeister oder der Verwaltung ausging, sondern von einem oder auch mehreren Gemeinderatsmitgliedern, dann hat sich doch zumindest der BGM der Diskussion mit den Mitgliedern von Pro Hund gestellt, während sich die Gemeinderatsfraktionen hinter dem schwebenden Widerspruchsverfahren verstecken und keine Gesprächsbereitschaft zeigen. Sowohl der erste (1700 Hunde) als auch alle zwischenzeitlich nachgeschobenen "Begründungsversuche" führen nicht zum beabsichtigten Ziel - sie zeigen vielmehr wie unvorbereitet der Gemeinderat und die Verwaltung an die Sache herangegangen sind und diese noch verfolgen.. Warum ist man in Philippsburg, wie in anderen Gemeinden üblich, nicht auch schon im letzten Jahr auf die Idee gekommen, Hundetoiletten aufzustellen - und dies wurde ja wie in einem früheren Kommentar beschrieben, der Verwaltung bereits im Jahre 2009 vorgeschlagen. Dafür hat man lieber teure Verbotsschilder in zwei Aktionen aufgestellt, aber von Seiten des Bürgeramtes nicht ein einziges Mal ein Bußgeld ausgesprochen. Einige davon hätten bestimmt geholfen und werden auch nach Aufstellung von "gesponserten Dog-Stations" erforderlich sein um beharrliche Verweigerer zur Einsicht zu bringen. Die Gemeinde Hambrücken hat übrigens für € 1350 geeignete Abfallbehälter aufgestellt und sehr gute Erfahrungen damit gemacht. So teuer waren definitiv auch die Verbotsschilder in Philippsburg ohne Erfolg. Bei uns müssen erst Sponsoren gefunden werden, um solche Dog-Stationen zu finanzieren. Hoffentlich wird das kein Flop!

Gast: Gast (vor 55 Monaten)

Antworten

Klare, unverschnörkelte Berichterstattung. Gratuliere.
Doch solange der Gemeinderat in BaWü Verwaltungsorgan bleibt und nicht reine Exekutive, wie in vielen anderen deutschen Bundesländern, ist die Gewaltenteilung meiner Meinung nach nicht mehr gegeben. Demnach werden u. Umständen in dieser Legislaturperiode nicht nur Hundebesitzer, sondern alle Bürger Philippsburgs nach und nach Ohrfeigen erhalten, mit denen sie vor und kurz nach der Wahl nicht gerechnet haben. Steuern und andere Abgaben lassen sich auf vielfältige Weise und für alles Erdenkliche erheben, anheben, oder verdoppeln. Heute trifft es Hundebesitzer, morgen wieder eine andere "Subkultur". Philippsburgs Jahrzehnte langePolitik ist für mich vergleichbar mit der, von Gogol beschriebenen in "Der Revisor". Vielleicht stellen sich nicht nur Hundefreunde auf die Hinterbeine???
In diesen Sinne: "Frohe Ostern"
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